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Palazzo Castelmur – Stampa Coltura

Faszinierender Architekturmix aus mehreren Jahrhunderten

 

Der Palazzo Castelmur in Coltura bei Stampa gehört der Talgemeinde. Er wurde im Jahre 1961 von den letzten Nachkommen der Familie Castelmur erworben und in ein Museum umgewandelt. Während den Sommermonaten ist er dem Publikum zugänglich.

Das Gebäude ist ein Zwitter, denn Giovanni Castelmur (1800–1871) erweiterte das 1723 erbaute Patrizierhaus der Familie Redolfi durch einen turmbewehrten Anbau in Lombardisch/venezianischem Stil, dessen Bauarbeiten 1854 fertiggestellt wurden. Die geglückte Verbindung von Alt und Neu und die üppige Neuausstattung der Gesamtanlage sind das Werk verschiedener Mailänder Spezialisten: des Ingenieurs und Architekten Giovanni Crassi-Marliani, des Maurermeisters Giovanni Pedrazzini, des Malers Gaspare Tirinanzi. Die Mehrheit der übrigen vortrefflichen Hand- und Kunsthandwerker stammten ebenfalls aus der nahen Lombardei. Die innere Gestaltung des Schlosses ist auf die äussere Gestaltung abgestimmt, die Ausstattung der Innenräume ist jedoch viel glanzvoller. Die im Blockbau liegenden Wohnräume der ehemaligen Casa Redolfi sind mit Ausnahme eines Raumes mit lackiertem Täfer und mit Tapeten versehen. Im neuen Anbau kann man den Speisesaal, den Salon, die in Rot und Grün tapezierten Zimmer und die vier kleinen Turmzimmer bewundern. Wände und Decken der repräsentativsten Räume sind mit Wandmalereien verziert; dabei stechen die Trompe-L'Oeil-Malereien am meisten ins Auge.

Dauerausstellung: Die Bündner Zuckerbäcker

Durch Handelsabkommen zwischen der Serenissima und den Drei Bünden erhielten die Bündner Privilegien wie freien Zugang zur Republik Venedig und das Recht auf freien Handel. So entstanden auch neue Berufe wie der der Zuckerbäcker. Nach ihrer Vertreibung aus der Serenissima schwärmten viele Bündner Zuckerbäcker über ganz Europa aus und liessen sich innert weniger Jahre in zahlreichen Städten und Ortschaften nieder, auf der Suche nach neuen Kunden. Sie waren Meister ihres Fachs, unternehmenslustig und gut organisiert in Familien-Clans. Was überliefert ist, sind die Geschichten derjenigen, die erfolgreich waren: die Familien Redolfi und Castelmur zum Beispiel. Weniger bekannt ist das Schicksal all derer, die arm geblieben sind.


Aktuell: Miriam Cahn präsentiert ab dem 6. Juni, im geschichtsträchtigen Palazzo Castelmur ihre auf diesen Ort bezogene Ausstellung: FREMD das fremde. Die Ausstellung ist mit einer Reihe hochkarätig besetzter Podiumsgespräche verbunden.

 

 


Führungen           auf Anfrage, Tel. +41 81 822 15 54, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Öffnungszeiten   01. Juni bis 20. Oktober, 14.00 bis 17.00 Uhr, Montag geschlossen
                           15. Juli bis 31. August, 11.00 bis 17.00 Uhr, Montag geschlossen
Kosten                Erwachsene CHF 8.-, Schüler und Kinder CHF 4.-

 


megaphone 48 Palazzo Castelmur - Audioguide Graubünden Hike


www.palazzo-castelmur.ch                                                             icona mappa green Coltura 203, Stampa

 



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