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Flora und Fauna

Fast 1300 verschiedenen Arten von Blumen schmücken das Bergell.

Flora
Im Sommer erfreuen die blühenden Wiesen nicht nur Naturliebhaber, sondern auch Bienen, die in diesem Tal einen ausgezeichneten Honig produzieren. Die Vegetation ist ausgesprochen vielfältig und in Castasegna gedeihen sogar typisch mediterrane Pflanzen, wie der Feigenbaum oder Weinstöcke.

Im Bergell sind beide Hangseiten von dichten Wäldern bedeckt, bis auf 1000 Meter Mischwälder. Hier gedeihen Robinien, Birken, Eschen, Pappeln, Haselnusssträucher, Eichen und natürlich Edelkastanien, wie in der wunderbaren Kastanienselve von Castasegna. In der Umgebung von Soglio gibt es auch viele Nussbäume. Über dem Laubwald wachsen die Nadelbäume: hauptsächlich Fichten, aber auch Weisstannen, Waldkiefern und Lärchen, die im Herbst die Ufer des Silsersees in gelbe Farbe tauchen, sowie Erlen, die die Flussläufe säumen.

Über 2100 Metern wird die Vegetation karger, die Hänge sind nur geschmückt von einigen vereinzelten Lärchen und Zirbelkiefern, Bergkiefern, Erlenbüschen und Rhododendren, die mit ihren Blüten die Berge entflammen. Wenn man noch weiter hinauf geht, so erreicht man die Almwiesen mit ihrer reichen Flora und grossen Anzahl an verschiedenen Arten von Gewächsen. Im felsigen Teil besteht die Vegetation nur noch aus einigen an die Felsen geschmiegten Moospolstern mit kleinen Blumen.

Fauna
Im Bergell gibt es viele wildlebende Tierarten. Die grössten unter ihnen sind Hirsche, Rehe, Gämsen und Steinböcke. Erstere zwei leben in den dichten Wäldern, verlassen diese aber besonders gegen Abend und in der Nacht um auf den Wiesen zu äsen, wobei sie sich auch den Dörfern nähern. Gämsen und Steinböcke halten sich mit Vorliebe im Hochgebirge über der Waldgrenze auf. Auf den sonnigen Hängen trifft man sehr häufig auf das sympathische Murmeltier, besonders oft hört man seinen Pfiff im Val Maroz und um die Albigna Hütte. Mehr Glück muss man haben, um auf einen Hasen zu stossen. Im Winter wird sein Fell schneeweiss, womit er sich perfekt an die Umgebung anpasst.

Der Wald ist auch Lebensraum von Eichhörnchen, Siebenschläfern und Schneemäusen. Seltener kann man Dachse beobachten, da sie wie Füchse, Wiesel und Hermeline eher nachtaktive Tiere sind. Auch wenn die Zahl der Vögel im Tal nicht ausserordentlich hoch ist, so ist doch ihr Artenreichtum erstaunlich. Drosseln, Amseln, Finken, Nachtigallen und Meisen kann man am häufigsten beobachten, aber auch Spechte und viele andere Vogelarten.

Nachtvögel wie Käuze, Eulen und Uhus, sowie Raubvögel wie Mäusebussarde und Turmfalken fehlen nicht. Wenn Sie mehr über die Bergeller Fauna erfahren möchten, so besuchen Sie das Museum Ciäsa Granda, wo Sie nicht nur alle einheimischen Arten sehen können, sondern auch jene, die jetzt nicht mehr hier vorkommen, wie die Bären.

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