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Calendamarz

Der "Calendamarz" ist der Tag im Bergell, an dem man dem langen und strengen Winter Ade sagt und der die schöne Jahreszeit begrüsst.


Der erste März war zur Zeit der Römer der erste Tag des Jahres und wurde mit versöhnenden und reinigenden Riten gefeiert. Der Calendimarzo ist der Tag im Bergell, an dem man dem langen und strengen Winter Ade sagt und die schöne Jahreszeit begrüsst. Eine Tradition, die an alte heidnische Feste erinnert, bei denen man die Wiedergeburt der Natur feierte.

Früh am Morgen bereiten sich die mit bunten Papierblumen geschmückten Kinder und Jugendlichen des Tals in ihren traditionellen Bauernhemden darauf vor, in ihrem Dorf den Calendimarzo, oder, wie man im Bergell auch sagt, den “Chalandamarz” zu feiern. Jeder trägt eine Glocke (je grösser, desto besser) um laut zu schellen und die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Einige blasen auch in Hörner oder schlagen auf Trommeln.

Die Schuljugend zieht durch das Dorf und vertreibt fahnenschwingend und schellend die raue Jahreszeit. Der Umzug hält vor den Häusern und auf den Plätzen, wo fröhliche Lieder gesungen werden, um den Frühlingseinzug zu begrüßen. Als Dank dafür erhalten sie Spenden und Gaben, meistens Süssigkeiten. Zu Mittag gibt es Sahne und Kastanien. Am Nachmittag machen die Kleinen einen weiteren Umzug durchs Dorf, die Grösseren versammeln sich zum Tanz des Calendimarzo. Der “Chalandamarz” wird auch im Engadin, im Münstertal und in Bivio gefeiert.

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