Bergell, Tal der Kunst

E-Mail Drucken

Alberto Giacometti –Giovanni Segantini – Varlin: das Bergell als Quelle der Inspiration!

Aus dem Bergell stammt die Familie Giacometti, deren berühmtester Vertreter Alberto Giacometti ist.

Für andere Künstler wurde das Tal zur Wahlheimat, wie zum Beispiel Giovanni Segantini, der die herrlichen Landschaften und das besondere Licht schätzte oder Varlin, den die Liebe ins Tal führte.
Der Ehrgeiz des Bergells ist es, das vermeintlich Bekannte in einem anderen Licht zu zeigen. Man möchte die Begegnung der Künstler mit dem Bergell aufdecken. Wer in die Heimat der Künstler kommt und dort die Landschaft und die lokale Kultur erkundet, wird vollkommen neue Künstler erleben. Die umfassende und vertiefte Auseinandersetzung mit Leben und Werk der Künstler ist nur im Bergell möglich. Mit der Kombination von einzigartigen kunsthistorischen Themen mit dem Erlebnis der Landschaft und der Geschichte, erlebt man im Bergell ein einzigartiges Kunst- und Kulturangebot, das auf Werten wie Respekt, Wissenschaftlichkeit, Authentizität, Einzigartigkeit, Nachhaltigkeit, Tradition und regionale Identität basiert.

Künstlerfamilie Giacometti
Giovanni, Augusto und Alberto, aber auch Zaccaria, Bruno und Diego Giacometti, haben mit ihrer Persönlichkeit und mit ihrem Werk den Namen von Stampa, des Bergells, Graubündens und der Schweiz in die Welt hinaus getragen. Im Bergell ist die Vorstellung („Imaginaire") des Gesamtwerkes der Giacometti entstanden. Und auch wenn ihre Wirkungsstätten bis nach Florenz, Zürich und Paris reichten: ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof von San Giorgio bei Borgonovo vereint sie wieder in dem kleinen Tal zwischen Maloja und Chiavenna.

Giovanni Segantini (1858-1899)
Der in Arco geborene Maler zog 1894 mit seiner gesamten Familie ins Bergell. Mit 36 Jahren hatte Segantini schon an vielen Orten gelebt, aber in Maloja – wo das von ihm geliebte Licht reiner und spezieller ist – erreichte seine künstlerische Reife ihren Höhepunkt. Der Hauptvertreter des italienischen Pointilismus bevorzugte rustikale Themen. Dies zeigen seine Werke in denen er die majestätische unberührte Bergwelt von Maloja, von Soglio, wo er überwinterte, und des Engadins malte. Im Bergell schloss er Freundschaft mit dem einheimischen Maler Giovanni Giacometti, Vater des berühmten Alberto Giacometti, mit dem er ab und zu malte.

Varlin (Willy Guggenheim, 1900-1977)
Er wohnte ab 1963, nach der Hochzeit mit der gebürtigen Bergellerin Franca Giovanoli in Bondo. Der Umzug von Zürich ins Bergell scheint auch seinem Leben und seiner Arbeit eine neue Richtung gegeben zu haben. Auch wenn die Art seiner künstlerischen Arbeit unverändert blieb, so ist es doch offensichtlich, dass der Aufenthalt im Tal von einer wahren „Verpuffung" seiner Technik gekennzeichnet ist.

3 artisti

Copyright:                         Copyright:                             Copyright:
Paola Salvioni Martini         Foto Fluriy                            Leo Gantenbein

 www.talderkunst.ch

Angebote und Vorschläge

- Sala Giacometti Varlin in der Ciäsa Granda und Atelier Giacometti
- Sentiero Segantini
- Giacometti Art Walk
- Varlin
- Stampa, Patria dei Giacometti
- Sulle tracce della famiglia Giacometti
- Atelier Segantini

Diesen Artikel weiterempfehlen